Panikattaken-Wie alles begann

Wer selber an Panikattacken leidet, weiß genau, dass man sich an die erste Panikattacke erinnert als wäre es gestern gewesen.

Bei mir war es der 1.1.2015. Silvester haben mein mann, unsere kinder und ich ruhig zu Hause verbracht, indem wir einen Filmabend mit Popcorn, Gummibärchen und allem drum und dran verbracht haben, was sehr toll war! Nach dem das Feuerwerk um Mitternach abgeklungen war, sind wir alle sehr zügig eingeschlafen und waren am nächsten Tag auch dementsprechend fit. 

der ganze Neujahrstag war sehr entspannt, weil wir uns dazu entschieden hatten mal einen tag nichts zu tun, also haben wir außer einem kleinen Spaziergang mit den Kindern den ganzen Tag vor dem Fernseher verbracht. 

Abends gingen die Kinder wie gewohnt zu Bett, mein Mann saß am Pc und hat world of warcraft gespielt. gegen 20 Uhr entschied ich mich dazu ein Bad zu nehmen. Nach 30 Minuten in der Badewanne reichte es dann, ich kam raus, trocknete mich ab, zog mich an. Bis hier hin war noch alles in Ordnung. 

Als ich wieder ins Wohnzimmer ging und mich hinsetzte fing es an.

Als erstes kamen extreme Schweißausbrüche, mir wurde Schwindelig, ich hatte das Gefühl Nebel in meinem Kopf zu haben und, dass mein gehirn sich um die eigene achse dreht. Dann hatte ich einen Druck auf dem Brustkorb, es fühlte sich an, als würde jemand drauf sitzen. Sofort bekam ich Angst vor einem Herzinfarkt und als dieser Gedanke kam, wurde alles noch viel schlimmer. Meine linke Brust fing an zu schmerzen, dazu mein linker Arm, mir war schlecht und je mehr ich mich in den Herzinfarkt Gedanken reinsteigerte umso schlimmer wurde die Symptome. Meine Hände wurden Taub, ich zitterte.

Mein mann hatte von all dem noch garnichts mitbekommen, weil er son in sein Spiel vertieft war. Ich schrie in an und sagte ihm, dass er einen Krankenwagen rufen soll, weil ich einen Herzinfarkt habe und sterben werde. Mein Mann versuchte mich zu beruhigen indem er mir sagte, dass es bestimmt nur ein Kreislaufkollaps ist, er zeigte mir wie ich atmen soll, doch es wurde nicht besser, also rief er den Krankenwagen und setzte sich neben mich, bis wir den Krankenwagen ankommen hörten.....

 

Die Erstbehandlung vor Ort und was im Krankenhaus passierte erfahrt ihr in meinem nächsten Bericht

10.8.15 12:07, kommentieren

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Erste Panikattacke Untersuchung Notarzt, Krankenhaus

... Als der Krankenwagen endlich kam und ich noch lebte, war ich schon etwas beruhigter. Der Notarzt selber war allerdings noch nicht da. Ich erzählte den zwei wirklich netten Männern was geschehen ist, mein Freund erzählte etwas mit, da ich mich nicht so gut konzentrieren konnte. Jedenfalls haben sie mir erstmal ein EKG angelegt, weil sich meine Symptome ja schon sehr nach einem Herzinfarkt anhörten. Das EKG war in Ordnung. Beim Blutdruck messen stellten sie fest, dass mein Blutdruck viel zu hoch war, was ja auch offensichtlich war.ich musste mir eine Tüte vor den Mund halten un rein atmen, damit ich mich beruhige und nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehme

Kurz danach kam der Notarzt und er hat mir wieder etwas Angst gemacht. Er sagte mir, dass man trotz eines normalen EKGs einen Herzinfarkt haben kann und fragte mich ob ich Herunfarkt Fälle in meiner Familie hatte. Ich erzählte ihm, dass mein Vater 2013 an einem herzinfarkt gestorben ist aber wieder reanimiert wurde (Gott sei dank!) und, dass mein Opa 3 Infarkte hatte und eine neue herzklppe bekommen musste.

Daraufhin sagte er mit eindringlicher Stimme "Sofort Krankenhaus!" Mein Mann packte mir in Blitzgeschwindigkeit einige Sachen zusammen und ich wurde in den Krankenwagen getragen.....

Im Krankenhaus wurde ich dann in der Notfallambulanz an einen anderen Arzt übergeben, der sofort sagte "Frau M. sie sind nicht krank! Sie sind zwar etwas blass aber nicht krank!" Das hat mich etwas entsetzt, weil ich mir so sicher war sterben zu müssen und er mich nichtmal untersucht hat. Meine Symptome der hyperventilation waren fast ganz verschwunden mir war nurnoch etwas schwindelig und ich war sehr sehr müde. 

Da mein Mann leider nicht mit ins Krankenhaus kommen konnte, weil jemand bei unseren Kinder sein musste, hatte ich ihm den Auftrg gegeben meine Mutter und meinen Vater (meine Eltern sind lange geschieden) anzurufen, was er auch tat. Daraufhin stürmte meine Mutter zusammen mit meinem Stiefvater in Lichtgeschwindigkein zum Krankenhaus und auch mein vater kam wenig später. 

Mitlerweile waren es schon 0 Uhr.

Dem diensthabenden Arzt erzählte ich dann auch nochmal ausführlich was geschehen ist, daraus folgte nochmal EKG, nochmal Blutdruck messen, Sauerstoffsättigung, Blutbild, Ultraschall vom Herzen (ds war mir am wichtigsten). 

EKG gut, Blutdruck wieder gut, Sauerstoffsättigung 99%, Blut noch nicht da, Ultraschall alles super.

Er sagte mir, dass wir aufs Blutergebnis warten und wenn da alles in Ordnung ist, könnte ich nach Hause.

Eine Stunde musste ich auf die ergebnisse warten. In der Zeit haben meine Eltern, der Arzt und ich uns über den Gehalt eines Arztes unterhalten....(das ist garnicht so viel wie man meint) und darüber welche verantwortung Ärzte tragen, dass der Arzt schonmal jemanden als "gesund" nach Hause schickt und er in der selbern Nacht starb. "Vielen Dank her Doktor, jetzt fühl ich mich besser!" (ironie) dachte ich...

Auch die Blutergebnisse zeigten nicht auffälliges, so durfte ich nach Hause. Meine Mutter fuhr mich Heim. Um ca 3 Uhr nachts bin ich endlich zu Hause angekommen und konnte in dieser Nacht relativ ruhig schlafen.

 

...... die folgenden Tage im nächsten Bericht

1 Kommentar 10.8.15 13:07, kommentieren